Zwischen Kitsch und leuchtenden Blumen

Mal was anderes: Unsere Alternative zum Weihnachtsmarkt hieß an diesem kalten Dezemberabend Christmas Garden. So machten wir uns auf in den Botanischen Garten Berlin, der als weihnachtlicher Garten erstrahlen sollte. Von den Festivals der Lichter und Lichtinstallationen, bei denen sich ganze Fassaden in Lichtermeere verwandelten, waren wir verwöhnt. Zugegeben: Wir hatten große Erwartungen.

Unsere Erwartungen wurden immer dann erfüllt, wenn die Lichterketten die Büsche, Bäume und Wiesen zum Leuchten brachten – und sie wurden enttäuscht, wenn wir auf Weihnachtsmänner und Rentiere stießen, die etwas lieblos auf dem Weg platziert schienen. Bei unserem Spaziergang durch den Botanischen Garten erfreuten wir uns am Lichtermeer am Boden, an leuchtenden Trauerweiden und am großen Finale, am illuminierten Gewächshaus mit dem davorliegenden leuchtenden Parkbereich. Unsere Favoriten waren jedoch die Lichtinstallationen im Teich, bei denen die breite Wasserfontäne als Projektfläche diente. Hier kamen ganz besondere Wasser- und Eisblumen zum Vorschein, passend zum Botanischen Garten. Ein bisschen schade war es, dass die vielen schönen Licht- und Sichtmomente von kitschigen Elementen unterbrochen wurde – darüber tröstete uns ein sehr leckerer Glühwein als Wegzehrung hinweg.

Leider konnten wir uns nur vorstellen, wie die Lichter im botanischen Garten bei Schnee wirken würden. Jeder Eiskristall wäre dann ein Lichtlein. Auch kitschig, aber schön. In diesem Sinne: Let it snow, let it snow, let it snow!

christmas-garden.de