Unterwegs zu Bier & Schäufele

Bereits das Autobahnschild weist uns den Weg: Oberfranken Land der Brauereien. Treffpunkt: Samstag, 9.00 Uhr in Waischenfeld. Rund 20 Wandersleut‘ treffen sich vor der Tourist Information zur Brauereiwanderung. Es ist noch frisch, die Sonne wärmt noch nicht das gesamte Tal der Wiesent. Zur Einstimmung schauen wir uns einen Film im Warmen an. Die Route der Wandertour, also die einzelnen Brauereien, wird kurz vorgestellt. Vor uns liegen ca. 16 Kilometer und sechs Brauereien. Benedikt wird uns den Tag begleiten, den Weg zeigen und uns über die Region, die Braukunst und die Bundesliga Ergebnisse informieren. Um es vorwegzunehmen: Bayern wird an diesem Samstag Meister, was Benedikt als Mitglied des Waischenfelder FC-Fanclubs sehr erfreut.

Nun geht es los, zunächst an der Wiesent entlang zum Ortsausgang, dann auf den Fränkischen Gebirgsweg. Bergig ist es hier nicht, eher hügelig. Hügel hoch, Hügel runter, an der Wassermühle vorbei und schon sind wir in der Brauerei Schroll in Nankendorf. Es gibt ein helles, ein dunkles und ein Weizenbier. Georg Schroll ist der Chef, der Brauer und der Wirt. Er produziert 3.000 Hektoliter im Jahr, die er vor allem bei sich ausschänkt. Pause für ein Bier.

Dann geht es um 11.00 Uhr direkt weiter auf dem Fränkischen Gebirgsweg – wieder aus dem Tal heraus auf die Höhe. Die breiten Schotterwege führen durch Wälder, an frisch gepflügten Äckern vorbei nach Breitenlesau. Biergartenwetter! Sonne scheint. Wir machen in der größten Brauerei von unserer Tour – dem Krug Bräu – Mittagspause: Schäufele mit Kloß und Krautsalat. Dazu gibt es ein helles Kellerbier oder ein dunkles Lager.

Ein Wort zu den Preisen: Die Tour mit Führung, Bustransfer und Urkunde (!) kostet 10 Euro. Schäufele im Krug Bräu 8,50 Euro und ein Bier (halber Liter) im Durchschnitt unter 2,50 Euro.

Bierwanderung

Gut gestärkt geht es weiter nach Hochstahl. Die Sonne brüllt im April. Daher wählen wir im Hof der Brauerei Reichhold zunächst einen Schattenplatz. Auch hier schmeckt das Helle. Wir hören bereits, was uns im nächsten Biergarten erwarten wird: Motorräder. Sie fahren an der Brauerei Reichhold vorbei und eröffnen die Saison.

Wir folgen den Motorrädern auf schönen Wegen nach Heckenhof. Es ist nur ein kurzer Weg, der Weg über den Parkplatz mit all den Motorrädern scheint fast länger zu sein. Das Kathi-Bräu hat sich auf seine Kundschaft eingestellt. Ein großer Parkplatz, ein großer Biergarten voller Bikes und Biker und dazu alkoholfreies Bier bzw. ab Mai ein besonders Light-Bier. Das originäre Bier ist dunkel und schmeckt. Zu Bier oder besser zu Kaffee gibt es ofenwarme Küchle.

Unsere letzte Etappe führt uns nach Aufseß. Die Gemeinde ist laut Guinness Buch der Rekorde der Ort mit der höchsten Brauereidichte. In der Gemeinde mit 1.500 Einwohnern gibt es vier Brauereien (drei davon haben wir besucht). Wir kehren in die Brauerei Rothenbach ein. Hier gibt es neben Bier auch hausgemachte Limonade: Grapefruit ist zu empfehlen. Eine schöne Abwechslung nach vier Brauereien.

Vor der Brauerei Rothenbach werden wir vom Bus aufgelesen und zurück nach Waischenfeld gefahren. Im Gasthaus Zum Wolf gibt es das Bier der Waischenfelder Brauerei Heckel. Es ist die kleinste Brauerei der Tour mit 300 Hektoliter. Mit einem Heckel-Bier stoßen wir auf unsere erfolgreiche Erwanderung der oberfränkischen Brauereien an. Unser Dank geht an Benedikt, der uns sicher und kenntnisreich durch seine Heimat geführt hat.

Die Brauereiwanderungen finden von April bis November an festen Terminen statt. Mehr Informationen bei der Waischenfelder Touristeninformation.
waischenfeld.de

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